SEPA - Seit dem 28. Januar 2008 besteht in Europa der grenzenlose Zahlungsverkehr. SEPA heißt das Projekt, was für Single Euro Payments Area steht.


Grenzenloser Zahlungsverkehr

Seit dem 28. Januar 2008 besteht in Europa der grenzenlose Zahlungsverkehr. SEPA heißt das Projekt, was für Single Euro Payments Area steht und den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum meint. 31 Länder haben sich dem Verbund angeschlossen, nämlich alle 27 Mitgliedsstaaten der EU, aber auch die vier Länder der EFTA. Diese sind Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Seit dem 28. Januar 2008 besteht in Europa der grenzenlose Zahlungsverkehr. SEPA heißt das Projekt, was für Single Euro Payments Area steht.

EU-Richtlinien als Grundlage für den grenzenlosen Zahlungsverkehr

Die EU-Richtlinien, die dem SEPA zugrunde liegen, sind zwar für die 27 Mitgliedsstaaten bindend, nicht aber für die vier EFTA-Länder. Trotzdem haben diese sich dem SEPA freiwillig angeschlossen. Das lässt vermuten, dass es sich um eine tolle Sache handelt, denn ohne einen beträchtlichen Verlust an Einnahmen geht das für sie nicht über die Bühne. Andererseits sehen sich die EFTA-Mitglieder einem stark anwachsenden Wettbewerb ausgesetzt, den sie nicht so einfach ignorieren können. Banken in den nordeuropäischen Ländern führen beleglose Inlandzahlungen inzwischen für Gebühren von nur 1 Cent aus. Damit nicht genug. Der SEPA schreibt eine Gleichbehandlung von Inland- und Auslandzahlungen vor, was auch Überweisungen ins Ausland in Zukunft fast kostenlos möglich machen wird.

Schrittweise Einführung

Die Einführung des grenzenlosen Zahlungsverkehrs kam natürlich nicht über Nacht. Jahrelange Vorbereitungen gingen dem voran, bis die Eröffnung mit einer gebührenden Veranstaltung in Brüssel vorgenommen werden konnte. Damit vereinfachte sich der internationale Zahlungsverkehr erheblich, wenn auch nicht auf einen Schlag. Ziel ist es, dass ein einzelnes Konto ausreicht, um alle Bankgeschäfte im SEPA-weiten Raum zu bewerkstelligen - einfach und sicher. Damit sind nicht einfach nur Überweisungen gemeint. Stattdessen wird in Zukunft ebenso das Lastschriftverfahren europaweit funktionieren, zum Beispiel für das Einziehen der Miete für ein im Ausland bewohntes Haus. Genauso können z. B. auch deutsche Gaswerke den Abschlag für das Ferienhaus eines Griechen von dessen griechischem Konto einziehen. Damit wird der Graben zwischen den unterschiedlichen nationalen Zahlungsverkehrssystemen, der trotz Binnenmarkt und Euro existierte, endlich zugeschüttet. Das Sepa-Projekt kann sich also sehen lassen. Die 31 SEPA-Staaten bringen ca. 500 Mio. Einwohner ein, die davon profitieren.

Wie gesagt, erfolgt die Einführung des SEPA schrittweise. Um am grenzenlosen Zahlungsverkehr teilnehmen zu können, braucht der Kunde nur eine internationale Kontonummer (Iban) und einen BIC, den Bankidentifikationscode. Bis 2012 soll eine Überweisung spätestens drei Tage nach Ausführung auf dem Empfängerkonto landen. Danach haben die Banken für den Transfer nur noch einen Tag Zeit. Zwar beteiligen sich inzwischen etwa 4000 Banken. Dennoch hapert es ein wenig mit den oben beschriebenen Lastschriftverfahren. Diese werden wahrscheinlich erst ab November 2009 genutzt werden können. Der Grund dafür liegt in der noch ausstehenden Harmonisierung der nationalen Rechtsvorschriften, wozu die Mitgliedstaaten noch bis besagten November 2009 Zeit haben.

Grenzenloser Zahlungsverkehr in allen Bereichen

Genauso wie das grenzüberschreitende Lastschriftverfahren, lässt auch die SEPA-taugliche Kreditkarte noch ein wenig auf sich warten. Für diesen Zweck ist es vorgesehen, bestehende Systeme untereinander anzupassen, anstatt dass ein neues System Einzug halten wird.

Auch wenn auf die Banken zunächst einmal Kosten bzw. Einnahmeneinbußen in Millionenhöhe zukommen, so ist langfristig dennoch mit einer Stabilisierung und höheren Gewinnen zu rechnen. Auch die Kunden werden von niedrigeren Gebühren nutznießen. Allein die Tatsache, dass überflüssig werdende nationale Zahlungsverkehrssysteme die Dienste von Korrespondenzbanken aufs Abstellgleis schieben, macht das möglich. Deren Spesen sind einmal gewesen, und der nicht zu vernachlässigende Kostenfaktor, der damit verbunden war, erübrigt sich nun. Begünstigte erhalten die Überweisung in Zukunft also Brutto für Netto gutgeschrieben. Bleiben nur noch die Gebühren der Absender- und Empfängerbanken für ihre Dienstleistungen, was eine erhöhte Transparenz über die Kosten einer Transaktion mit sich bringt.


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Seit dem 28. Januar 2008 besteht in Europa der grenzenlose Zahlungsverkehr. SEPA heißt das Projekt, was für Single Euro Payments Area steht.

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Grenzenloser Zahlungsverkehr, SEPA, Euro, Banken, grenzenlos, Europa


Seit dem 28. Januar 2008 besteht in Europa der grenzenlose Zahlungsverkehr. SEPA heißt das Projekt, was für Single Euro Payments Area steht.


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